Diskriminierungssensibles Führen im öffentlichen Dienst

Diskriminierung ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das jeden Lebensbereich, egal ob Wohnungsmarkt, Bildungswesen oder das private Umfeld betriff. Der Lebensbereich mit dem höchsten Diskriminierungsrisiko ist laut Antidiskriminierungsstelle des Bundes (Studie „Diskriminierung in Deutschland“) die Arbeitswelt. In keinem anderen Lebensbereich berichten mehr Menschen von Diskriminierung. Als zweitgrößter Arbeitgeber Deutschlands nach der freien Wirtschaft kommt dem Staat mit seinem öffentlichen Dienst darum eine besondere Bedeutung zu. Um einen professionellen Umgang mit unerwünschten Verhaltensweisen in Behörden und Ämtern finden zu können, sind Führungskräfte als „first responder“ besonders relevant. Sie haben eine Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitenden und tragen mit dazu bei, dass der rechtliche Diskriminierungsschutz am Arbeitsplatz eingehalten wird. Wie aber am besten vorgehen, wenn man als Führungskraft von diskriminierendem Fehlerhalten erfährt? Damit Führungskräfte die an sie geknüpften Erwartungen erfüllen können und über Handlungssicherheit verfügen, ist eine entsprechende Befähigung unerlässlich.
In diesem zweitägigen Lehrgang wird das Thema Antidiskriminierung in einem geschützten Raum aus einer Führungsperspektive betrachtet und orientiert sich dabei an den Rahmenbedingungen, die im öffentlichen Dienst vorherrschen.
Inhalte
- Diskriminierung in behördlichen Kontexten: Risikofaktoren, Wissensaufbau, Perspektivwechsel und Sensibilisierung
- Rechtlicher Diskriminierungsschutz und Fürsorgepflichten: Einführung in das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz
- Rollenklärung und Erwartungsmanagement
- Fallbeispiele und Inventionsmöglichkeiten
- Vernetzung und Austausch von best Practice Beispielen
- Einbettung in Beamten- und disziplinarrechtliche Fragestellung
- Qualitätsstandards eines guten Beratungs-/Beschwerdeprozesses
Zielgruppe: Führungskräfte aus dem öffentlichen Dienst (bundeweit)

